Brauchst du beim Drohnenfliegen einen Spotter? Das solltest du wissen

Brauchst du beim Drohnenfliegen einen Spotter? Das solltest du wissen

2026/08/21

Kann man eine Drohne alleine fliegen oder braucht man einen Spotter?

Wenn du gerade mit dem Drohnenfliegen beginnst, stellst du dir vielleicht eine einfache Frage: Kann ich meine Drohne allein steuern oder brauche ich immer eine zweite Person, die mich unterstützt?

Die kurze Antwort lautet: In vielen Situationen kannst du deine Drohne problemlos allein fliegen. Ein zusätzlicher Helfer – auch Visual Observer (VO) oder Spotter genannt – ist nicht grundsätzlich notwendig. Es gibt jedoch bestimmte Flugbedingungen, bei denen eine zweite Person sinnvoll sein kann oder je nach Einsatzart sogar vorgeschrieben ist.

Ob du einen Spotter benötigst, hängt vor allem davon ab, wie und wo du fliegst, welche Risiken die Umgebung mit sich bringt und welche Vorschriften für deinen konkreten Flug gelten. In diesem Artikel erfährst du, welche Rolle ein Spotter übernimmt, wann du alleine fliegen kannst und wie du deine Flüge sicherer planst.

Was ist ein Spotter?

Ein Spotter, der in den europäischen Vorschriften auch als Visual Observer (VO) bezeichnet wird, unterstützt dich dabei, während des Flugs die Umgebung im Blick zu behalten.

Während du dich auf die Steuerung der Drohne und deine Flugaufgabe konzentrierst, beobachtet der Spotter, was um euch herum passiert. Dazu gehören beispielsweise andere Luftfahrzeuge, Personen, Hindernisse oder Veränderungen der Flugbedingungen.

Dabei übernimmt der Spotter nicht selbst die Steuerung. Stattdessen gibt er dir wichtige Hinweise, sobald eine Situation besondere Aufmerksamkeit erfordert.

Gerade bei anspruchsvolleren Flugmanövern kann diese zusätzliche Unterstützung besonders hilfreich sein. So lassen sich mögliche Risiken früher erkennen und du kannst schneller auf Veränderungen in deiner Umgebung reagieren.

Kannst du deine Drohne auch alleine fliegen?

In den meisten Fällen: ja. Viele typische Freizeitflüge lassen sich problemlos ohne Spotter durchführen.

Wenn du innerhalb der Open Category fliegst und deine Drohne jederzeit mit bloßem Auge sehen kannst, also innerhalb der Visual Line of Sight (VLOS) bleibst, benötigst du normalerweise keine zweite Person.

Das gilt zum Beispiel für typische Einsätze wie:

  • Urlaubsaufnahmen,

  • Landschaftsfotografie,

  • Wanderungen,

  • oder Freizeitflüge in offenen Bereichen.

Wichtig ist allerdings, dass du deine Umgebung jederzeit im Blick behältst. Verlasse dich also nicht ausschließlich auf das Livebild deines Smartphones oder Controllers, sondern beobachte auch, was tatsächlich um dich herum passiert.

Solange du deine Drohne innerhalb der vorgeschriebenen Sichtweite fliegst, die Umgebung aufmerksam beobachtest und die geltenden Regeln einhältst, kannst du viele alltägliche Flugsituationen problemlos alleine meistern.

Wann kann ein Spotter hilfreich sein?

Auch wenn ein Spotter nicht vorgeschrieben ist, kann eine zweite Person deinen Flug deutlich entspannter und sicherer machen.

Besonders hilfreich ist ein Spotter dann, wenn die Umgebung schwer einzuschätzen ist – zum Beispiel bei vielen Hindernissen, unübersichtlichem Gelände oder mehreren Personen in der Nähe.

Während du dich auf deine Flugroute oder die Kamerabewegung konzentrierst, behält der Spotter die Umgebung im Blick und kann dich frühzeitig auf mögliche Risiken aufmerksam machen.

Auch bei kreativeren Aufnahmen kann diese Unterstützung praktisch sein. Wenn du beispielsweise eine bestimmte Perspektive oder eine komplexere Flugbewegung planst, kannst du dich stärker auf deinen Shot konzentrieren, während der Spotter darauf achtet, was um euch herum passiert.

So teilt ihr euch die Aufgaben: Du kümmerst dich um den Flug und die Aufnahme, der Spotter um den zusätzlichen Blick auf die Umgebung.

Wann kann ein Spotter erforderlich sein?

Ob du einen Visual Observer benötigst, hängt immer vom konkreten Flugszenario und den jeweils geltenden Vorschriften ab.

Bei normalen Freizeitflügen innerhalb der Open Category ist ein Spotter in der Regel nicht notwendig. Anders kann es jedoch aussehen, wenn du außerhalb der direkten Sichtverbindung fliegst, also BVLOS (Beyond Visual Line of Sight), eine spezielle Betriebsgenehmigung nutzt oder eine professionelle Flugmission mit erhöhtem Risiko durchführst.

In solchen Fällen können zusätzliche Anforderungen gelten. Welche genau das sind, hängt von der jeweiligen Genehmigung und den nationalen Vorschriften ab.

Wichtig ist dabei: Ein Spotter übernimmt nicht die Verantwortung für den Flug. Diese bleibt weiterhin beim Piloten. Der Visual Observer unterstützt dich lediglich dabei, die Umgebung besser zu überwachen und den Flug sicher durchzuführen.

Kann ein Spotter die direkte Sichtverbindung ersetzen?

Nein, nicht automatisch.

Innerhalb der Open Category muss der Pilot die Drohne grundsätzlich selbst direkt sehen können. Ein Spotter kann dich zwar dabei unterstützen, die Umgebung zu beobachten und mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, er ersetzt jedoch nicht automatisch deine eigene Verantwortung für einen sicheren Flug.

Wenn du mit einem Spotter zusammenarbeitest, ist deshalb eine klare Kommunikation besonders wichtig. Ihr solltet jederzeit wissen, wo sich die Drohne befindet, was in der Umgebung passiert und wer auf welche Situation achtet.

Nur wenn ihr euch während des gesamten Flugs zuverlässig abstimmt, kann der Spotter seine Rolle als zusätzliche Unterstützung wirklich erfüllen.

Können Assistenzsysteme einen Spotter ersetzen?

Moderne Drohnen bringen heute viele Funktionen mit, die dich während des Flugs unterstützen und für mehr Überblick sorgen können.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Hinderniserkennung,

  • automatische Schwebefunktionen,

  • Return-to-Home-Systeme,

  • und intelligente Flugmodi.

Diese Assistenzsysteme können dir helfen, typische Fehler zu vermeiden und den Flug komfortabler zu gestalten. Gerade in unerwarteten Situationen sind zusätzliche Warnungen und automatische Sicherheitsfunktionen besonders praktisch.

Trotzdem ersetzen sie weder deine Aufmerksamkeit noch automatisch einen Spotter. Sensoren können Hindernisse erkennen und Systeme können dich warnen, doch die Verantwortung für einen sicheren Flug bleibt weiterhin bei dir als Pilot.

Technik ist also eine hilfreiche Unterstützung, aber kein Ersatz dafür, deine Umgebung aufmerksam im Blick zu behalten.

Wie unterstützt dich die Antigravity A1 beim sicheren Fliegen?

Die Antigravity A1 wurde entwickelt, um das Fliegen so intuitiv und zugänglich wie möglich zu machen.

Ihr omnidirektionales Hinderniserkennungssystem kombiniert eine 360°-Umgebungserfassung mit Front- und Abwärtssensoren. Dadurch kann die Drohne Hindernisse aus verschiedenen Richtungen erkennen und dich dabei unterstützen, deine Umgebung während des Flugs besser einzuschätzen.

Auch bei der Steuerung kannst du zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen. Für Einsteiger bietet der FreeMotion Mode einen besonders intuitiven Einstieg, während erfahrene Nutzer mit dem FPV Mode eine direktere Kontrolle über den Flug erhalten.

Ein weiterer Vorteil liegt in der 8K-360°-Kamera. Da du den endgültigen Bildausschnitt erst nach dem Flug festlegen kannst, musst du während der Aufnahme nicht ständig versuchen, den perfekten Kamerawinkel zu treffen. Stattdessen kannst du dich stärker auf deine Flugroute und die Umgebung konzentrieren und die kreative Perspektive später in der Nachbearbeitung bestimmen.

Natürlich ersetzen diese Funktionen keinen Spotter, wenn dieser für einen bestimmten Flug erforderlich ist. Sie können dir aber dabei helfen, deinen Flug einfacher, entspannter und kontrollierter zu gestalten.

Tipps für sichere Soloflüge

Wenn du ohne Spotter fliegst, ist eine gute Vorbereitung besonders wichtig.

Wähle möglichst offene und übersichtliche Flugbereiche, plane deine Route bereits vor dem Start und prüfe Wetterbedingungen sowie mögliche Hindernisse in deiner Umgebung.

Auch während des Flugs solltest du regelmäßig den Blick vom Kamerabild lösen und beobachten, was tatsächlich um dich herum passiert. Verlasse dich also nicht ausschließlich auf dein Display oder die Live-Ansicht.

Je besser du deinen Flug vorbereitest und deine Umgebung im Blick behältst, desto entspannter und kontrollierter kannst du auch alleine fliegen.

Fazit

Für die meisten Freizeitflüge brauchst du keinen Spotter. Wenn du deine Drohne innerhalb der Sichtweite betreibst und die Anforderungen der Open Category erfüllst, kannst du viele Aufnahmen problemlos alleine durchführen.

Ein Spotter kann jedoch eine wertvolle Unterstützung sein – besonders bei komplexeren Flugmanövern, schwierigen Umgebungen oder professionellen Einsätzen. Moderne Funktionen wie Hinderniserkennung und intelligente Flugmodi machen den Flug komfortabler, ersetzen aber nicht die Verantwortung des Piloten.

Mit einer guten Vorbereitung, einem bewussten Umgang mit der Umgebung und den richtigen technischen Hilfen kannst du deine Drohne sicher und selbstständig einsetzen.

Quellen:

Die offizielle Vorlage und weitere Dokumente der EASA finden sie hier.

Bitte beachten, dass all diese Informationen vorläufig sind und auf einer Gesetzesvorlage / einem Entwurf beruhen. Die final verabschiedeten EU-Drohnengesetze und EU-Drohnenverordnungen können dementsprechend später abweichen.

(alle Angaben ohne Gewähr)

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